Grundbegriffe

Was ist der Unterschied zwischen KYC und AML?

KYC (Know Your Customer) ist ein Teilprozess innerhalb von AML (Anti-Money Laundering). KYC umfasst Identifizierung und Risikoprüfung des Kunden; AML ist der Überbegriff für alle Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche — einschließlich Meldewesen, Aufsicht, Sanktionen und interner Kontrollen.

AML (Anti-Money Laundering / Prevención del Blanqueo de Capitales) bezeichnet das gesamte Regelwerk und die Organisation zur Verhinderung von Geldwäsche:

  • Gesetzgebung (Ley 10/2010, Real Decreto 304/2014, ab 10.07.2027 die AMLR)
  • Aufsichtsbehörden (SEPBLAC, künftig AMLA)
  • interne Kontrollsysteme der Verpflichteten
  • Melde- und Ermittlungsverfahren
  • Sanktionen

KYC (Know Your Customer / Conozca a su Cliente) ist ein spezifischer Prozess innerhalb dieses Systems:

  • Identifizierung des Kunden
  • Verifizierung der Identität
  • Ermittlung des wirtschaftlich Berechtigten
  • Risikoeinstufung
  • laufende Überwachung

KYB (Know Your Business) erweitert KYC auf juristische Personen. CDD und EDD schließlich sind die Intensitätsstufen von KYC.

Rechtsgrundlage: Ley 10/2010, Cap. II (De la diligencia debida, Art. 3–16) und Cap. III (De las obligaciones de información, Art. 17–25); FATF-Empfehlungen

Praxis-Tipp: In vielen Maklerbüros wird „KYC" als Synonym für die gesamte Kundenakte verwendet. Technisch korrekt ist: Die Kundenakte enthält KYC-Dokumente, und diese sind wiederum Teil des AML-Systems. Klare Begriffe helfen bei SEPBLAC-Prüfungen.

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